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| Автор: Thomas Tippner |
| Издательство: Bookwire |
| Cтраниц: 1 |
| Формат: FB2.ZIP,FB3,EPUB,IOS.EPUB,TXT.ZIP,RTF.ZIP,A4.PDF,A |
| Размер: 0 |
| ISBN: 9783740964740 |
| Качество: excellent |
| Язык: |
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Описание:
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Nancy war eine von vielen. Eine, die Sebastian schnell wieder vergessen hatte. Eine der Frauen, die ihn sein ganzes Leben lang schon begleiteten. Sie tauchten auf, ahnlich einem Sonnenstrahl, der es schaffte, dunkle Wolken fur einen kurzen Augenblick zu vertreiben. Dafur da, um einem das Gefuhl zu geben, Warme genie?en zu konnen. Eine Abwechslung, die man wohlwollend in Kauf nahm. Sebastian tat es … immer wieder. Er liebte es, sich mit jungen attraktiven Frauen zu treffen, sie zu umgarnen und ihnen einen kurzen Blick in das Leben zu gonnen, das sie allein nicht erreichen wurden. Ein Leben, das fur sie alle Traume in sich trug, die aber sofort drohten zu zerplatzen, wenn sie nicht anfingen, selbst an sich zu arbeiten. Das taten die wenigsten. Zu Sebastians Gluck. Sie waren viel zu schnell von seinen charmanten Worten beeindruckt und von dem nach au?en getragenen Wohlstand. Er wollte ihnen einen Blick in seine Welt gewahren und sie so hoffen lassen, selbst Teil seines Universums sein zu konnen. Sie waren so blod, so leichtglaubig und naiv. Nancy hatte Gluck gehabt, dass sie das ganze Pfingstwochenende mit ihm hatte verbringen durfen. Auch wenn sie ihn bereits nach dem zweiten Abend massiv gelangweilt hatte, hatte er sie trotzdem nicht mit einem fadenscheinigen Argument wieder nach Hause geschickt. Nancy war zu so viel mehr fahig als die anderen Frauen. Sie setzte, zu Sebastians Freude, eigene Ideen im Bett um. Sie hatte sich von ihm nicht den Schneid abkaufen lassen. Jetzt, wo er muden Schrittes in das geraumige Wohnzimmer trat, an dessen Wand ein uberdimensionaler Flachbildfernseher hing, sah er sie auf der Couch sitzen. Nichts weiter als ein wei?es, langes Hemd uber ihrer uppigen Oberweite, das bis hinunter zu ihrem Po reichte und den Ansatz ihrer langen Beine dadurch unterstrich. Sie war au?erst nett anzusehen. Selbst am fruhen Morgen umspielten ihre blonden Locken beinahe zartlich ihr zart geschnittenes und weiches Gesicht, in dem Sebastian ohne philosophisch klingen zu wollen, immer etwas Kindliches erkannte. Sie war ausgesprochen schon, sie hatte weiche, porzellanwei?e Haut und dazu einen roten, liebreizenden Mund, dessen Lippen schmal, aber nicht verkniffen waren. Wenn sie lachte, offenbarte sich ihre ganze Schonheit uneingeschrankt. Das Einzige, was ihn an ihr storte, war der oft ins Leere gerichtete Blick. Lukas, sein bester Freund, der gestern Abend kurz vorbeigekommen war, um mit ihm dem sonntaglichen Angelausflug zu besprechen, hatte spa?eshalber gesagt: «Licht ist an! Aber niemand ist zu Hause.» Beide hatten uber den Scherz lange gelacht. Laut und ausgiebig. So gehassig und hinterhaltig, dass Sebastian seinem besten Freund irgendwann auf die Schulter klopfen und sagte: «Der war gut. Der war wirklich richtig gut!» "So bin ich halt", hatte Lukas abwinkend gesagt und dann der freundlich lachelnden Nancy zu gewinkt, die seinen Gru? freudestrahlend erwiderte. Beinahe so, als freue sie sich daruber, dass man sie wahrnahm. Eben die Naivitat war es, die Sebastian – zu seiner Verwunderung – an ihr faszinierte. Nancy wurde dadurch unberechenbar. Er, der immer alles ganz genau plante, sich alles stets zurechtlegte und das Talent besa?, seine ausgedachten Plane wie Inspirationen aussehen zu lassen, war begeistert und erschrocken zugleich, wenn er Nancy reden horte. Begeistert deshalb, weil er genau wusste, was sie sich in ihrer beschrankten Denkweise ausmalte. Sie redete von banalen Dingen, als habe sie sich daruber ernsthafte und tiefgehende Gedanken gemacht. Besonders dann, wenn sie mit Frau Hartmann zusammen war, um ihr bei der Dekoration der Raume zu helfen. Erschrocken war Sebastian aus dem gleichen Grund. Er konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass Nancy das meinte, was sie sagte. Zum Beispiel, dass sie ernsthaft in Erwagung zog, nach Florida reisen zu wollen, weil es dort keine Insekten gab.
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Пресс - релиз
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